View Newsletter | View Stories
SEALLL NEWSLETTER 2, 25. Mai 2007SEALLL ist ein Grundtvig 1 Projekt und Teil des europäischen SOCRATES Bildungsprogrammes. Das Ziel von SEALLL ist es, einen Beitrag zur Weiterentwicklung des Lehrens und Lernens sowie zur Qualitätsverbesserung der Organisation und des Managements im Bereich des lebenslangen Lernens zu leisten. Dieses Ziel soll durch die Einführung und Verbreitung von Selbstevaluation erreicht werden. Das Projekt beabsichtigt, allen Involvierten in Erwachsenenbildungseinrichtungen Know-How für die Selbstevaluation ihres Lehrens, Lernens oder Leitens zur Verfügung zu stellen.
In dieser Ausgabe finden Sie Beispiele für Selbstevaluationen, die der von SEALLL empfohlen Vorgehensweise entsprechen.
Selbstevaluation kann in vielerlei Zusammenhängen genutzt werden – nicht nur zur Beurteilung des Inhalts von Schulungen und Methoden. Alle Bestandteile einer Einrichtung können damit evaluiert werden, solange die Person, die die Evaluation initiiert, damit Teile ihrer eigenen Praxis beurteilt. Selbstevaluation kann dabei auf sämtlichen Ebenen einer Einrichtung vorgenommen werden: Auf der Ebene des Managements, der Organisation, des operativen Geschäfts oder sogar einzelner Personen.
Manchmal heißt es, dass Evaluationen mit bestimmten Teilnehmer/innen nicht machbar seien, dass wir diese Menschen nicht mit unseren Fragen behelligen könnten oder dass sie nicht bereit seien, sich an Evaluationen zu beteiligen. Mit kreativen Lösungen können wir Selbstevaluationsmaßnahmen allerdings attraktiver machen. Dabei werden wir feststellen, dass sich die Menschen freuen, ihre Sicht der Dinge darzustellen, wenn sie das Gefühl haben, dass damit auch etwas angefangen wird. D.h., Selbstevaluation beginnt nicht erst mit der konkreten Datenerhebung, sondern viel früher, nämlich in dem Augenblick bereits, in dem man erwägt, eine Selbstevaluation vorzunehmen, oder in dem Augenblick schon, in dem man ein Informationsdefizit feststellt. Siehe hierzu unten das Beispiel einer österreichischen Einrichtung: Die Selbstevaluierung einer Beratungssituation.
Selbstevaluation ist nicht einfach ein Instrument, sondern ein Prozess. Wenn wir diesen Prozess offen und kreativ durchlaufen, können wir neue Materialien und Methoden erzeugen. Manchmal wollen wir auf einen Schlag zu viele Informationen erheben und denken dabei nicht an die Teilnehmer/innen, die die häufig sehr langen Fragebögen ausfüllen sollen. Vielleicht ist es besser, zuerst darüber nachzudenken, was für die Teilnehmer/innen wichtig ist, um sich dann erst um die Informationen zu kümmern, die wir erfragen wollen. Manchmal wissen wir genau, was den Teilnehmer/innen wichtig ist, versäumen es aber, es zu berücksichtigen. Kwasimodo, eine belgische Einrichtung, evaluierte die Art und Weise, mit der sie ihre Schulungseinheiten evaluierte, und machte aus dem ursprünglichen vierseitigen Fragebogen ein Selbstevaluationsinstrument mit „Sexappeal“. Wie sie das machte zeigt unten Beispiel 2.
„Ich habe nichts dagegen, überhaupt nicht. Aber kann man das machen? Die Frauen, die zu uns kommen, sind verzweifelt. Kann ich sie damit behelligen, einen Fragebogen zu der Qualität meiner Arbeit auszufüllen, wenn sie nicht wissen, wovon sie das Essen ihrer Kinder oder die Miete ihrer Wohnung bezahlen sollen? Ich würde mich dabei schrecklich fühlen.“ Die Beraterin sieht mich zweifelnd an. Mit einem Blick zu ihrer älteren Kollegin fügt sie hinzu: „Ich sehe ein, dass ich in der Lage sein sollte, über meine Arbeit Rechenschaft abzulegen, und natürlich gibt es immer Raum für Verbesserungen, und ein Feedback wäre in einer Reihe von Hinsichten sehr nützlich.“
Zu diesem Statement kam es gleich zu Beginn eines Beratungsgesprächs in einer Dienststelle eines unserer SEALLL-Mitglieder – einer Hilfeeinrichtung für Frauen, die sich in einer lebenspraktischen Krise befinden. Das Grundprinzip dieser Einrichtung ist es, die Frauen sehr behutsam zu unterstützen. Aus diesem Grund erschien es dem Team der Einrichtung schwierig, eine Selbstevaluation zu entwickeln, die die Klientinnen nicht zu sehr belastet. Folgerichtig ging es in unserem Beratungsgespräch darum, einen Weg zu finden, mit dem man gleichermaßen den Erfordernissen einer Selbstevaluation und den Grundprinzipien der Hilfeeinrichtung gerecht werden könnte. Und so sah unser Beratungsgespräch aus:
Zunächst schlage ich vor, uns diejenigen Aspekte ihrer Arbeit anzusehen, zu denen sie gerne Feedback hätte. Wir kommen überein, dabei mit dem SEALLL-Planungsinstrument zu arbeiten. Was sind also mögliche Ziele der Evaluation, welche Informationen würden ihr helfen, diese Ziele zu erreichen? Von wem würde sie diese Informationen erhalten? Interessanterweise schlägt sie vor, sich dem Kontext der Beratungssituation zuzuwenden. Die Beratungen finden in einem Frauen-Café statt, um auch Frauen zu erreichen, die sich scheuen, um Hilfe zu bitten. Mein Gegenüber erläutert: „Aber natürlich bedeutet dies auch, dass die Beratungen nicht privat sind. Andere können mithören. Manchmal haben Frauen ihre Kinder dabei, und diese machen Krach. Das Radio kann sehr laut sein. Die Beratungssituation ist ziemlich schwierig und unbefriedigend.“ „Sie wollen eine Bestätigung haben für etwas, das Sie bereits wissen“ sage ich zu ihr, und zu ihrer Chefin: „Welche zusätzlichen Informationen müssten Ihnen vorliegen, um aktiv werden zu können und auf eine Verbesserung der Situation hinwirken zu können?“ Die Chefin: „Wir haben kein Geld, wir können keine Umbauten vornehmen, aber wenn das Setting tatsächlich die Beratungsgespräche zu sehr belastet, dann finden wir auch eine Lösung.“ Während wir überlegen, wie viele Klientinnen sich beschweren müssten, um uns von der Notwendigkeit einer Veränderung der Situation zu überzeugen, bringt die Beraterin immer wieder ihre Erfahrungen ein. Meine Gesprächspartnerinnen entwickeln in der Folge eine Lösung des Problems, die sie beide gleichermaßen erregt. Offensichtlich ist das Gespräch für beide sehr befriedigend. Ich muss sie sogar an unser Ausgangsthema erinnern: Manchmal braucht man nicht einmal ein Feedback von außen, manchmal reicht es aus, mit der Chefin bzw. dem Chef zu reden!
Wir nehmen uns einige andere Aspekte vor. Es zeigt sich, dass die Beraterin sich sehr gerne mit der Qualität ihrer Beratung auseinandersetzen möchte, aber sie zeigt mit einigem Entsetzen den Feedback-Fragebogen, den ihre Vorgängerin benutzt hat. „Ich kann mir nicht vorstellen, einer Hilfesuchenden alle diese Fragen zu stellen. Außerdem ist sie keine Expertin, wie kann ich da erwarten, dass sie mir auf diesem Level antwortet. Was mich wirklich interessiert, ist, ob die Frau nach der Beratung besser mit ihrer Situation fertig wird.“ Ich schlage vor, hier mit Symbolen zu arbeiten. Ich hole einige Gegenstände aus meiner Tasche und lege sie auf den Tisch. „Sie haben eben sehr erfolgreich an dem Problem der Beratungsumgebung gearbeitet. Bitte wählen sie jetzt aus den Gegenständen ein Symbol aus, das ihre Gefühle zu diesem Erfolg ausdrückt. Beide Frauen wählen bereitwillig ein Objekt aus und begründen auch ihre Wahl. Ich bitte sie um eine Einschätzung dieser Vorgehensweise. Ihre Beurteilung ist positiv, da unsere Vorgehensweise ihre Gefühle mit einbezog. Die Beraterin möchte gerne mit dieser Methode arbeiten. Zusammen mit ihrer Chefin vereinbaren wir, dass in den Protokollen der Beratungsgespräche als Feedback-Element auch ein am Ende des Gesprächs ausgewähltes Symbol sowie der Grund seiner Wahl notiert wird. Dies würde zum einen der Klientin erlauben, sich ihrer Gefühle bewusst zu werden, und wäre zum anderen ein Feedback zur Beratung.
Jetzt möchte die Beraterin gerne noch einen anderen Punkt klären. „Ich verweise meine Klientinnen an bestimmte Institutionen, bekomme jedoch niemals ein Feedback, ob diese Institutionen tatsächlich die richtigen Anlaufstellen waren und ob sie dort die für ihre frauenspezifische Situation erforderliche Unterstützung fanden. Meistens höre ich nichts mehr von den Frauen; dies kann bedeuten, dass es ihnen gut geht, es kann aber auch das Gegenteil bedeuten. Ein entsprechendes Feedback könnte mir helfen, meine Arbeit weiter zu verbessern.“ Wir versuchen also ein Instrument zu entwickeln, das der Beraterin die gewünschten Informationen liefert, ohne den Klientinnen zuviel Mühe zu machen. Schließlich kommen wir auf die Idee einer frankierten Antwortkarte mit geschlossenen Fragen, aufgelockert mit Smilies, und Platz für Anmerkungen. Die Beraterin möchte die Fragen gerne selbst entwerfen, und mir danach zur Rückmeldung zuschicken. Die abschließende Beurteilung der Evaluationsberatung ergibt, dass alle Beteiligten mit den Ergebnissen dieses Beratungsgesprächs zufrieden sind.
Meiner Ansicht nach ist dies ein sehr gutes Beispiel dafür, dass sich das Instrument der Selbstevaluation auf fast jede Arbeitssituation anwenden lässt, ohne die Leitprinzipien der eigentlichen Arbeit zu verletzen. Dazu bedarf es lediglich kreativer Ideen. Ich habe erst vor Kurzem wieder von der Einrichtung gehört: Sie nutzt jetzt die Instrumente und ist mit der Reaktion der Klientinnen sehr zufrieden.
Kwasimodo ist eine gemeinnützige belgische Organisation, die von der flämischen Gemeinschaft, dem Kultusministerium, unterstützt wird. Ihr Ziel ist es, in Einrichtungen der Bereiche Soziales und Kultur ein Qualitätsmanagement einzuführen und zu fördern. Diese Einrichtungen sind zum Teil informeller Natur (z.B. Frauengruppen und multikulturell engagierte Gruppen), zum Teil formaler Natur (z.B. elementare Erwachsenenbildung). In diesem Zusammenhang hat Kwasimodo spezielle anwenderfreundliche Instrumente zur Einführung und Anwendung eines TQM in den Bereichen Soziales und Kultur entwickelt.
1. Warum wollten wir neue Instrumente entwickeln?
Permanente Verbesserung ist das zentrale Thema bei TQM. Evaluation ist daher entscheidend für das Identifizieren und Planen von Verbesserungen. Als Sachverständigenorganisation für Fragen des TQM ist Kwasimodo von Anfang an an der Evaluierung von Ausbildungs- und Beratungseinheiten für Klientenorganisationen beteiligt gewesen.
Eine Schwachstellenanalyse zeigte allerdings, dass Kwasimodo bei der Entwicklung und Einführung von Verbesserungen innerhalb der eigenen Organisation ohne aktuelle Evaluationsdaten arbeitete. Dafür gab es mehrere Gründe:
- Die erweiterten Evaluationen wurden von den Klienten fehlerhaft und zu wenig umfassend erledigt.
- Die Antworten lieferten nur in Teilen ein Bild der zu evaluierenden Gegenstände.
- Viele der Evaluationsfragen waren nicht relevant und hatten zu wenig mit den von Kwasimodo angebotenen Leistungen zu tun.
2. Mit welchem Ziel wurde evaluiert?
Die Seminarleiter/innen von Kwasimodo wollten herausfinden, wie wirksam und wie effizient die angebotenen Trainingseinheiten sind. Außerdem wollten die Seminarleiter/innen Evaluationsdaten erheben, mit denen sie dem Vorstand zeigen könnten, dass sie kontinuierlich an der Verbesserung ihrer Schulungen arbeiten.
Für die Kwasimodo-Trainer war ein vorbildliches Arbeiten ebenso wichtig wie ein Mechanismus, der es den Klienten erlaubte, ein sachbezogenes Feedback zu geben. In diesem Zusammenhang ist es von großer Wichtigkeit, dass sich die Evaluationsfragen auf die Vermittlung der Leistungen (in diesem Fall Unterricht) beziehen und nicht auf andere Aspekte, auf die die Seminarleiter/innen und Kwasimodo keinen Einfluss haben. Die Evaluation sollte außerdem auf die Eigenheiten und zentralen Werte der bei den Schulungseinheiten repräsentierten Klienteneinrichtungen sowie auf die Erwartungen der Schulungsteilnehmer/innen eingehen. Die Durchführung der Evaluation sollte schnell und unkompliziert sein und Daten liefern, die zu einer Verbesserung des Bestehenden genutzt werden können.
3. Wer entwickelte die Instrumente?
Die Kriterien der Selbstevaluation wurden von dem Fachpersonal von Kwasimodo bestimmt. Dabei kam das SEALLL-Planungsinstrument zum Einsatz. Zwei Mitarbeiterinnen erstellten einen ersten Entwurf des neuen Evaluationssystems, das dann von allen Mitarbeiterinnen bzw. Mitarbeitern analysiert und diskutiert wurde, um danach erst freigegeben zu werden.
4. Wie handelten wir die Kriterien aus?
Schritt eins: Die Definition der Evaluationskriterien
Wir erfassten die unterschiedlichen Typen von Schulungseinheiten und definierten unter Verwendung eines Prozessmanagementsystems geeignete Indikatoren. All diese Indikatoren wurden in der Liste der zu evaluierenden Gegenstände notiert. Die Seminarleiter/innen fügten dann noch Evaluationsgegenstände hinzu, denen sie eine besondere Wichtigkeit oder Relevanz beimaßen. Dieses Verfahren ergab fünf zu evaluierende Themen:
- Der Inhalt
- Der Lernprozess
- Die allgemeine Zufriedenheit
- Die Absicht, weiterhin mit Kwasimodo zusammenzuarbeiten
- Der Grad der aktiven Teilnahme der Klienten
Schritt zwei: Wer wird befragt werden und welche Erwartungen werden die Befragten haben?
Um ein schnell und unkompliziert zu nutzendes Evaluationssystem zu erhalten, das nicht als anstrengend oder zeitfressend erachtet wird, wurde jedes Evaluationsthema so behandelt, dass lediglich drei Evaluationsfragen gebraucht wurden. Außerdem können die Evaluationsthemen mit Blick auf die Klientengruppen, die das Feedback geben, individuell kombiniert werden.
Schritt drei: Die Entwicklung der Evaluationsgegenstände
Kwasimodo nutzte die fünf Evaluationsgegenstände, um für die jeweiligen Zielgruppen unterschiedliche Evaluationsmodelle zu entwickeln. Das Evaluationsthema „Inhalt“ wurde als für alle Evaluationsmodelle grundlegend erachtet. Die übrigen vier Themen standen dagegen für „Prozess“ und „Übermittlung“ und konnten in Abhängigkeit von der Natur der Zielgruppe kombiniert werden.
Schritt vier: Die Datenerhebung und Auswertung
Die Rückmeldungen zu den fünf Evaluationsgegenständen werden gesammelt und in einem geeigneten Format präsentiert, um einen Überblick zu bieten. Dies erlaubt es, eine schnelle vergleichende Analyse über alle Seminareinheiten hinweg vorzunehmen. Die Resultate dieser Auswertungen werden zweimal im Jahr von allen Kwasimodo-Mitarbeitern analysiert. Die Ergebnisse dieser Auswertungen wiederum werden dem Vorstand vorgelegt. Kwasimodo bewertet während der Pilotphase regelmäßig die Auswirkungen und Ergebnisse des neuen Evaluationssystems.
5.SEALLL und seine Bedeutung für Kwasimodo
- Die SEALLL-Methode dient dazu, sowohl die Evaluationskriterien als auch die Zielgruppen zu identifizieren.
- Die SEALLL-Methodologie erleichtert es, die Art der Informationen zu identifizieren, die zu Evaluationszwecken zu erheben sind.
- Indem man die Erwartungen und Möglichkeiten der Teilnehmer/innen der Klienten in Rechnung stellt, erhält man ein klares und direktes Feedback.
- Die SEALLL-Methode betont das Prozessuale und erlaubt ein kreatives Vorgehen bei dem Entwerfen von Evaluationsmodellen und –systemen.
- Die Evaluation kann als ein Lernprozess angesehen werden, von dem sowohl Kwasimodo als auch die Teilnehmer/innen der Klienten profitieren.
6. Tipps und Tricks
- Überlegen Sie einfach, was Sie wirklich wissen müssen und was Sie tatsächlich nutzen werden, um die Schulungspläne zu verbessern.
- Seien Sie selbstkritisch bei dem Studieren der Evaluationsergebnisse. Es ist nutzlos, die Resultate zu verändern oder „schönzuinterpretieren“.
- Geben Sie den Teilnehmer/innen der Klienten ein Feedback zu den Evaluationsergebnissen und erläutern Sie ihnen, wie diese Resultate zukünftige Schulungseinheiten beeinflussen werden.
- Evaluationsinstrumente sind nicht in Stein gemeißelt. Erneuern Sie sie, wann immer dies erforderlich ist.
- Versuchen Sie den Evaluationsprozess sowohl für die Teilnehmer/innen der Klienten als auch für die Seminarleiter/innen interessant und innovativ zu halten. Seien Sie kreativ.
- Evaluieren Sie fortlaufend Ihr Evaluationsverfahren. Auf diese Weise können Sie sicher sein, dass das Verfahren nach wie vor passend und leistungsfähig ist.
SEALLL- Produkte sind auf unserer Projekthomepage abrufbar! Besuchen Sie uns unter:
- Landcommanderij Alden Biesen, Bilzen, BE, coordinator:
Guy Tilkin: guy.tilkin@alden-biesen.be - PLATO, University of Leiden, NL:
Jaap Van Lakerveld: laker@fsw.leidenuniv.nl
Selma van der Haar: haarsvd@plato.leidenuniv.nl - Soros International House, Vilnius, LT:
Daiva Malinauskiene: daiva@sih.lt - Kwasimodo, Brussels, BE:
Anita Caals: anita.caals@kwasimodo.be - Centre for Flexible Learning, Söderhamn SE:
Tove Elvelid: tove.elvelid@soderhamn.se - ISIS Institut für Soziale Infrastruktur, Frankfurt am Main, DE:
Karl Mingot: mingot@isis-sozialforschung.de - The Bauer-Messner EvaluierungsKEG, Graz, AT:
Christa Bauer: christa.bauer@aon.at
Angelica Petrovic: Angelika.Petrovic@inode.at - Fundacja Centrum Edukacji Obywatelskiej, Warsaw, PL:
Kasia Batko: kasiab@ceo.org.pl
Iwona Kania: iwona.kania@ceo.org.pl - Akdeniz University Center for Continuous Education, Antalya, TR:
Gunsiray Košun: gunsiray@akdeniz.edu.tr
SEALLL NEWSLETTER 1, 30. März 2007
Das lebenslange Lernen ist oft weniger formalen Strukturen unterworfen als die Schule oder eine höhere Ausbildung.
Deshalb ist die Sorge um Qualität, selbst reguliertes Lernen und Selbstevaluation, sowie das Betrachten der Institution als lernende Organisation in diesem Bereich beinahe wichtiger als in formalen Lernsituationen.
SEALLL ist ein Grundtvig 1 Projekt und Teil des europäischen SOCRATES Bildungsprogrammes. Das Ziel von SEALLL ist, einen Beitrag zur Weiterentwicklung des Lehrens und Lernens sowie zur Qualitätsverbesserung der Organisation und des Managements im Bereich des lebenslangen Lernens zu leisten. Dieses Ziel soll durch die Einführung und Verbreitung von Selbstevaluation erreicht werden. Das Projekt beabsichtigt, allen Involvierten in Erwachsenenbildungseinrichtungen Know-How für die Selbstevaluation ihres Lehrens, Lernens oder Leitens zur Verfügung zu stellen.
SEALLL ist KEIN weiteres fertiges Evaluationsinstrument mit einer Liste von Indikatoren zum Kontrollieren und Abhaken.
SEALLL stellt das Lernen bei Selbstevaluation in den Mittelpunkt. Die Partner im Projekt sind überzeugt, dass für einen Evaluationsprozess, der zu Lernen und dadurch zu Veränderungen führen kann, das Beteiligen Betroffener am Evaluationsprozess entscheidend ist. Basis dafür ist eine Kultur der Selbstevaluation und Qualitätsentwicklung, die Lernen in den Mittelpunkt stellt. Deshalb ist das zentrale Anliegen von SEALLL eine Hilfestellung zur Qualitätssicherung durch Begleitung der Initiatoren durch deren eigenen Evaluationsprozess zu geben. Unser Zugang ist „bottom up“: jeder kann Selbstevaluationsprozesse starten und durchführen.
Die SEALLL Partner verstehen unter Selbstevaluation selbst initiierte, intern organisierte und selbst regulierte Evaluationsprozesse. Sie sollten die Professionalisierung der Entscheidungsträger, die Verbesserung der Erreichung der organisationsinternen Ziele und der Qualität des Lehrens zum Ziel haben.
Das Planungsinstrument, das SEALLL anbietet, fügt sich in ein modular aufgebautes Qualitätssystem, das auf dem Prinzip beruht, dass Selbstevaluation ein Dialog mit allen Beteiligten ist. Ein Dialog zwischen Mitarbeiter/innen, Trainer/innen, Teilnehmer/innen innerhalb einer Institution, ebenso wie ein Dialog der Institution mit den relevanten Personen/Einrichtungen etc. außerhalb.
- Wir wollen einen emanzipatorischen Zugang zu Selbstevaluation im Bereich des lebenslangen Lernens fördern.
- Wir wollen alle Beteiligten in Erwachsenenbildungseinrichtungen dabei unterstützen, ihr Lehren, Lernen und Leiten selbst zu evaluieren.
- Wir wollen das Nützen von Selbstevaluationsdaten, deren Analyse und die daraus folgenden Konsequenzen in den Mittelpunkt stellen.
- Wir wollen Erwachsenenbildungseinrichtungen dabei unterstützen, ihre Organisation als „lernende Organisation“ auf allen Ebenen aufzubauen.
- Wir wollen eine hohe europaweite Verbreitung dieses Ansatzes durch Erstellung von Material sicherstellen.
- Ein modular aufgebautes Qualitätssystem, das Qualitätsbereiche, Indikatoren und Kriterien für die Selbstevaluation der Qualität von lebenslangen Lernsituationen zur Verfügung stellt, das Anwender dazu befähigt, ihren eigenen Evaluationsprozess zu planen.
- Eine Website mit dem modular aufgebauten Qualitätssystem, geeigneten tools, Leitfäden, Selbstevaluationsinstrumenten, Selbstevaluationstools online, “Good Practice” Beispielen etc.
- Seminare und Fortbildungen auf regionaler/nationaler Ebene.
- Ein Pool von Expert/innen, Trainer/innen und Vortragenden auf diesem Gebiet für die Organisator/innen von nationalen oder internationalen Seminaren
- Ein Handbuch für Trainer/innen und Mitarbeiter/innen mit einem Leitfaden, Methoden und Techniken, um Selbstevaluation einführen und implementieren zu können.
- Eine internationale Konferenz zur Verbreitung und Bewertung des Materials.
- Trainer/innen, Mitarbeiter/innen der Führungsebene und der Administration von formalen, nicht-formalen und informellen Erwachsenenbildungseinrichtungen.
- Trainer/innenausbildner.
- Bildungs- und soziokulturelle Einrichtungen der öffentlichen Hand auf regionaler und nationaler Ebene.
- Konzipient/innen von Bildungsmaßnahmen
- erwachsene Lernende
Über die Website des Projektes finden Sie:
- Leitfäden zum Einführen von Selbstevaluation in ihrer Organisation.
- eine theoretische Beschreibung des SEALLL-Zugangs zu Selbstevaluation.
- eine Anleitung für den Beginn eines Selbstevaluationsprozesses sowie zur Entwicklung eines eigenen Erhebungsinstrumentes.
- Beispiele von Selbstevaluationsprozessen zu verschiedenen Fragestellungen im Bereich der Erwachsenenbildung.
SEALLL bietet außerdem Informationen und Seminare in den Ländern der Partner sowie Vortragende und Workshopleiter/innen für Konferenzen, die von anderen Einrichtungen organisiert werden.
SEALLL- Produkte sind auf unserer Projekthomepage abrufbar! Besuchen Sie uns unter:
- Landcommanderij Alden Biesen, Bilzen, BE, coordinator:
Guy Tilkin: guy.tilkin@alden-biesen.be - PLATO, University of Leiden, NL:
Jaap Van Lakerveld: laker@fsw.leidenuniv.nl
Selma van der Haar: haarsvd@plato.leidenuniv.nl - Soros International House, Vilnius, LT:
Daiva Malinauskiene: daiva@sih.lt - Kwasimodo, Brussels, BE:
Anita Caals: anita.caals@kwasimodo.be - Centre for Flexible Learning, Söderhamn SE:
Tove Elvelid: tove.elvelid@soderhamn.se - ISIS Institut für Soziale Infrastruktur, Frankfurt am Main, DE:
Karl Mingot: mingot@isis-sozialforschung.de - The Bauer-Messner EvaluierungsKEG, Graz, AT:
Christa Bauer: christa.bauer@aon.at
Angelica Petrovic: Angelika.Petrovic@inode.at - Fundacja Centrum Edukacji Obywatelskiej, Warsaw, PL:
Kasia Batko: kasiab@ceo.org.pl
Iwona Kania: iwona.kania@ceo.org.pl - Akdeniz University Center for Continuous Education, Antalya, TR:
Gunsiray Košun: gunsiray@akdeniz.edu.tr







